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Am 8.2.2012 hat Tom Koenigs an einer gemeinsamen Pressekonferenz des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe und des Deutschen Bündnisses Kindersoldaten anlässlich des Red Hand Day teilgenommen. Der Red Hand Day ist seit 2004 der globale Aktionstag gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten.
Tom Koenigs hat das Engagement des deutschen UN-Botschafters, Peter Wittig, für einen besseren Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten gewürdigt. Dank seines Einsatzes sei im Juli 2011 eine Sicherheitsratsresolution verabschiedet worden, die eine Listung von Verantwortlichen für gezielte Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser erlaubt. Täter würden so 1. zur Rechenschaft gezogen werden können und 2. unter Druck gesetzt werden, Kinder besser zu schützen. Im Gegensatz zu den positiven Entwicklungen auf UN-Ebene stehe der skandalöse Umgang mit geflohenen Kindersoldaten in Deutschland. Besonders im deutschen Asylrecht gebe es erheblichen Verbesserungsbedarf. Die Diskrepanz zwischen den Verpflichtung der Bundesrepublik aus der UN-Kinderrechtskonvention und deren praktischen Umsetzung sei beschämend. Geflohene Kindersoldaten müssten endlich als politische Flüchtlinge anerkannt werden, damit sie in Deutschland eine Asylberechtigung erhalten. Auch der Zugang zu Bildung und zur Gesundheitsversorgung müsse dringend verbessert werden.
Der Kinderrechtsexperte Ralf Willinger informierte über die aktuelle Lage aus Sicht der Nichtregierungsorganisation terre des hommes. Er verwies auf Nachholbedarf bezüglich der Rekrutierungen von Minderjährigen in die Bundeswehr und mahnte an, der weltweiten Überschwemmung mit Kleinwaffen entgegenzuwirken.
May Evers von Plan International sprach zum Thema Rehabilitation von Kindersoldaten. Alle Rehabilitierungsmaßnahmen müssten die besondere Situation von Mädchen berücksichtigen und an die individuelle Situation in der Region angepasst werden. Ehemalige Kindersoldaten würden häufig stillschweigend unter Posttraumatischen Belastungsstörungen leiden.
York Frerks komplementierte die Runde als Sprecher zweier engagierter Klassen des Johann-Rist-Gymnasiums aus Wedel. Die Schülerinnen und Schüler würden sich bereits seit Jahren gegen den Einsatz von Kindersoldaten einsetzen. Er forderte die Politik auf, gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten einzutreten.
Im Anschluss an die Pressekonferenz gab es im Rahmen der "Aktion Rote Hand" die Möglichkeit, mit seinem roten Handabdruck ein Symbol für den Kampf gegen den Einsatz von Kindersoldaten zu setzen.
